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Kegler 17.03.2011 +++ Eisenbahner zurück in Erfolgsspur

Kegeln classic:   ESV Lok Leinefelde – KV 1948 Dingelstädt    6 : 0    (2015 : 1770)

ESV Lok Leinefelde im Kreispokalfinale gegen Sollstedt

Gut erholt präsentierten sich die Landesklassenkegler des ESV Lok nach ihrer erlittenen Heimpleite aus der Punktspielserie.
Im Halbfinale um den Kreispokal begrüßte man die Kreisligamannschaft des KV 1948 Dingelstädt an der Schwellenbeize. Eine schon der Papierform nach eindeutig klare Angelegenheit für die Eisenbahner.
  Von der ersten Kugel an dominierten die Leinefelder das Halbfinale und ließen den Gästen nicht den Hauch einer Chance. Es entwickelte sich mehr und mehr ein lockeres Trainingsspiel für die Einheimischen, als dass Dingelstädt so etwas wie Spannung aufbauen konnte. Der Klassenunterschied spiegelte sich dann auch im Endergebnis wieder. Mit 2015 : 1770 Leistungspunkten fegte man den Gast von der Anlage.
  Steven Hartung (492) und Klaus-Dieter Bause (529) bescherten für die Leinestädter gleich zu Beginn der Partie die ersten zwei wichtigen Punkte. Jeweils alle vier Runden à 30 Wurf gingen an die Eisenbahner gegen die tapfer kämpfenden Dingelstädter Manfred Dietrich (428) und Hans-Jürgen Schmidt (434). Der Kuchen war damit schon zum Pausentee quasi gegessen.
  Im Anschluss benötigte Hartmut Nolte nur noch drei gewonnene Runden für einen vorzeitigen K.o. der Gäste. Dieses Minimalziel wurde auch erreicht. Nach 120 Wurf standen für Nolte 471 Leistungspunkte zu Buche. Gerhard Trümper auf der Gegenseite gefiel mit 445 Punkten.
  Das Schlussduell Matthias Körner (523) für Lok gegen Rolf Gremler (463/Dingelstädt) war damit nur noch ein Spiel für die Galerie. Eine nicht optimale Schlussrunde kostete Körner nicht nur den Tagesbestwert, auch musste er eine Runde an seinen Gast abtreten.
  Unter dem Strich gewannen die Leinefelder aber alle ihrer vier Duelle gegen die Widersacher, plus für die höhere Anzahl getroffener Kegel zwei Extrapunkte, was im Endresultat einen eindeutigen 6:0 Sieg bedeutet. Zudem gingen 14 der 16 gespielten Runden à 30 Wurf an die Lok-Kegler.

Dieser für Außenstehende schwer zu verstehende Modus wird aktuell versucht vom Thüringer Keglerverband auch für die Punktspiele ab der nächsten Saison einzusetzen, was aber zu starken Protesten in der Keglergemeinde führt. Trotz 90% Gegenstimmen zu diesem Modus, will der TKV an diesem Modell festhalten. Ob das demokratisch ist, sei dahingestellt. Eine Spaltung der Keglergemeinde in 100/200 Wurf und 120 Wurf könnte die Folge sein.

Sportlich wird das Finale um den Kreispokal jedenfalls am 9. April in Reifenstein ausgetragen. Hier treffen die Landesklassenkegler der Eisenbahner dann auf die Mannschaft aus Sollstedt, die ihr Halbfinale 4:2 gegen Reifenstein gewinnen konnte. Die Leinefelder werden versuchen mit Rückenwind aus der grandiosen Saison und breiter Brust in das Duell zu gehen.
"Wir dürfen die Sollstedter bloß nicht unterschätzen. Diese Mannschaft ist zu allem in der Lage und wenn sie einen guten Tag erwischen, sind sie brandgefährlich", warnt Sebastian Richter seine Jungs eindringlich. Die Favoritenrolle kann man sich aber wahrscheinlich nicht vom Leibe halten.

(m.b.)


Viel Glück im Finale in Reifenstein!
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