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Rudolf Bartusch
*06.06.1942  †17.04.2010 
 

Zur Erinnerung an einen großen Sportler


Die Tischtennis-Legende des Landkreises Eichsfeld ist tot. Fast ein halbes Jahrhundert war Rudolf Bartusch als Tischtennischef des ESV Lok Leinefelde aktiv. Über ein Jahrzehnt fungierte er als Vorsitzender. Geschätzt wurde er wegen seiner offenen, ehrlichen und kameradschaftlichen Art.

Große Verdienste erwarb er sich um den Tischtennissport im Landkreis Eichsfeld. Als Aktiver wurde er dreizehn Mal DDR-Meister im Versehrtensport. Landes- und Bezirksmeistertitel errang er zuhauf. Vor vier Wochen stand er selbst noch am Tisch, als es um Punkte in der Verbandsliga ging. Bartusch war immer für seinen Verein, seine Mannschaft und Spieler da.

Großen Wert legte er auf die Nachwuchsarbeit im Verein. 1968 war das erfolgreichste Jahr für ihn als Trainer. Alfred Raabe und Bertram Diegmann führte er zum DDR-Vizemeistertitel im Doppel. Die Mannschaft, der noch Bertram Godehardt und Ulli Fiedler angehörten, erkämpfte die Bronzemedaille. Gleich mehrere Jahrzehnte wirkte der gebürtige Birkunger im Kreisfachausschuss (KFA) mit.

"Rudi war das dienstälteste Mitglied im KFA. Es wird ein Problem, jetzt einen Sportfreund zu finden, der die Meisterschaften organisiert. Rudi war einer der aktivsten", würdigt Rigobert Gessner, Vorsitzender des KFA Eichsfeld, die Leistungen des Verstorbenen.

"Er hat sich für uns regelrecht aufgeopfert. Alles hat er unternommen, jedes Angebot wahrgenommen, uns schöne Turniere zu bieten. Seine Nachwuchsarbeit kann man nicht hoch genug bewerten", sagt Alfred Raabe, der damalige DDR-Vizemeister im Doppel.

"Als ich am Samstag die Nachricht erhielt, habe ich mir an der Arbeit sofort freigenommen. Der Schock war groß. Rudi hat für unsere Mannschaft alles getan. Wie es weitergeht, weiß ich nicht", betont Andreas Wenderott, Spieler der Verbandsligamannschaft des ESV Lok. Rudolf Bartusch wird eine große Lücke im Eisenbahnersportverein hinterlassen.

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